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Ungewöhnliches Wohnen in Hamburger Hotels
NDR Fernsehen, Nordtour 23. April 2005, 18.00h
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Wer in Hamburg auf der Suche nach einem Hotelzimmer ist und statt Luxus
lieber individuelle Betreuung in zentraler Lage zu erschwinglichen Preisen
bevorzugt, der wird im Stadtteil Rotherbaum fündig.
Zeitreise in die Vergangenheit
Fünf Hotels auf fünf Etagen, das gibt es im Dammtorpalais, einem prächtigen
Backsteinbau zwischen der Hamburger Universität und dem Messegelände
gelegen - inklusive einer kleinen Zeitreise zum Anfang des Jahrhunderts.
Auf jeder Etage des großbürgerlichen Wohnhauses gibt es ein anderes Hotel.
Eines davon ist das "Fresena". Mit Hotels wollte Inhaberin Katharina
Füllenbach nie etwas zu tun haben. Sie stammt aus einer Hotelierfamilie.
Aber dann hat das Metier die Politologin doch begeistert. Vor vier Jahren
machte sie sich mit dem "Fresena" selbständig, an dem sie viele ihrer
Wünsche und Interessen realisieren kann.
Soziales Engagement
Das Hotel gibt ihr auch Raum für soziales Engagement. Die meisten ihrer
Angestellten sind behindert. Für ihre Lust auf Kultur bieten die Wände des
langen Flures viel Platz. Zu sehen sind zur Zeit die Fotografien der
Hamburger Künstlerin Elke Rüss. Die Zimmer im alten Dienstbotentrakt sind
besonders beliebt.
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Trotz Handicap auf dem ersten Arbeitsmarkt
von Bianca Hobusch, erschienen in Ausgabe 35/2004 im Allgemeine Hotel- und Gaststätten-Zeitung
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Hotel garni Fresena macht mit Behinderten beste Erfahrungen / Vermittlung und Betreuung durch Agentur für Arbeit
HAMBURG (pz). Als kleines Hotel garni, mitten in Hamburg gelegen, hat sich das 3-Sterne-Haus Fresena bei Geschäftsreisenden ebenso wie bei Messebesuchern, Universitätsgästen und Touristen längst einen guten Ruf erworben. Die 23 Zimmer (bis zu drei Betten) im 3. Stock des „Dammtorpalais“ sind hell und freundlich, zweckmäßig eingerichtet und besitzen Dusche oder Bad/WC, Telefon, Internetanschluss und TV. Ein Tagungsraum, Fahrradverleih und Wäscheservice ergänzen das Hotelangebot.
Seit drei Jahren betreibt Katharina Füllenbach das Hotel Fresena. Für die Realisierung ihres Traums, sich selbständig zu machen, gab sie sogar ihre beruflichen Ambitionen als Politologin auf. Außerdem liebt sie den direkten Kontakt zu den Menschen, den ihr der Beherbergungsbereich bietet.
Doch damit nicht genug: Katharina Fullenbach entwickelte ein Konzept, das ihr gestattete, in ihrem Haus behinderte Menschen zu beschäftigen, die sich auf dem ersten Arbeitsmarkt behaupten konnten und nicht in die vielfältigen geschützten Einrichtungen des zweiten und dritten Arbeitsmarktes zurückziehen mussten. Dabei würde sie eine hohe Motivation der beschäftigten Menschen erreichen, glaubte sie.
Bald verwirklichte sie denn auch ihre Idee. Von den fünf Mitarbeiterinnen, die die sozial außerordentlich stark engagierte Unternehmerin heute beschäftigt, sind vier behindert. „Meine Erfahrungen mit diesen Mitarbeiterinnen sind sehr gut, und ich wünschte, dass auch andere Kollegen meinem Beispiel folgen“, betont sie.
Froh ist sie darüber, mit ihrer verantwortungsvollen Arbeit nicht allein gelassen zu werden. Behinderte Erwerbstätige werden nämlich von speziellen Fachstellen und Sachbearbeitern der Agentur für Arbeit/Hamburger Arbeitsassistenz nicht nur vermittelt, sondern auch betreut. Noch vor Besetzung einer Stelle wird darauf geachtet, dass der behinderte Arbeitnehmer die Aufgaben, die ihn erwarten, auch ausfüllen kann. Hier sind ein vorgeschriebenes Praktikum und eine Probezeit hilfreich. Die umfassende Beratung durch geschulte Fachkräfte ist nach den Worten von Katharina Füllenbach selbstverständlich.
Und je nach Schweregrad und Art der Behinderung kann ein Arbeitnehmer auch über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft von einem Arbeitsassistenten betreut werden, der meistens sozialpädagogisch geschult ist. Dieser hilft auch bei der Erläuterung krankheitsbedingter Eigenheiten eines Arbeitnehmers. Vor allem die Integrationsämter und Fachvermittlungsdienste haben sich hier neben Arbeitsbegleitungen bestens bewährt.
Gesondertes Arbeitsrecht
Im Hotel garni Fresena ist Florence Maimon, spezialisiert auf lernbehinderte Menschen, als Arbeitsassistentin stets willkommen. Zu ihren Schützlingen zählt Tanja, die ein Jahr im Fresena tätig ist und sich bestens bewährt hat. In ihrem Arbeitsbereich, Zimmer- und Frühstücksservice, ist sie nahezu perfekt, so dass sie nur noch ganz selten fremde Hilfe benötigt. Verständlich, dass Tanja darauf stolz ist und ihr Selbstwertgefühl enorm gestiegen ist. Und natürlich fühlt sich Florence Maimon durch diesen Erfolg in ihrer Arbeit, die sie immer wieder aufs Neue fordert, einmal mehr bestätigt.
Die junge Frau ist Mitarbeiterin der Hamburger Arbeitsassistenz, Fachdienst für die berufliche Integration. Dieser unterstützt arbeitsuchende Menschen mit Behinderung bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz und bietet darüber hinaus Hilfe bei der Vorbereitung auf den Arbeitsplatz, individuelle Qualifizierung und Begleitung am Arbeitplatz bis zur Selbständigkeit, Beratung und Unterstützung bei der sozialen Eingliederung in den Betrieb sowie Hilfe bei berufsorientierenden und berufsqualifizierenden Maßnahmen. Sogar spezielle Seminare für Behinderte – etwa zu den Themen Lebensläufe, Kommunikation, Konfliktbewältigung, Kooperation – beinhaltet das Programm.
Katharina Füllenbach: „Behinderte Arbeitnehmer unterliegen einem gesonderten Arbeitsrecht, was sich am deutlichsten in höheren Urlaubsansprüchen und einem erhöhten Kündigungsschutz bemerkbar macht. Falsch ist allerdings die weit verbreitete Ansicht, dass ein Arbeitgeber einen behinderten Arbeitnehmer im Konfliktfall ‚nicht mehr los wird“. Bei berechtigten Gründen stimme das zuständige Integrationsamt einem entsprechenden Antrag sehr wohl zu.
Die Unternehmerin, die auf beispielhafte Weise ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung wenigstens zu einem Teil nachkommen will, wie sie selbst erklärt, verschweigt nicht, dass Arbeitsplätze von Behinderten finanziell gefördert werden, wobei sich das Ausmaß der Förderung „nach dem Grad der Behinderung und der Dauer der vorangegangenen Arbeitslosigkeit richten“. Auf keinen Fall sei hier ein Vergleich mit einem Personalkosten-Sparmodell angebracht. Vielmehr gehe es um einen Ausgleich, der die betriebswirtschaftlichen Nachteile bei der Beschäftigung von Behinderten egalisieren soll.
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Fotoausstellung im Fresena
von Bianca Hobusch, erschienen am 21. Aug. 2004 im Allgemeine Hotel- und Gaststätten-Zeitung
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Zum Besuch der Fotoausstellung „Räume und Passagen“ lädt das Hotel Garni Fresena, Moorweidenstr. 34, vom 23. August bis 15. Oktober ein. Von 10 bis 20 Uhr täglich kann man hier die Arbeiten der Hamburger Künstlerin Bianca Hobusch betrachten, die auf ihren Reisen mit ihrer Kamera zahlreiche Motive vor allem in Florenz, Rom, Damaskus, Beirut und Istanbul eingefangen hat.
Dabei geht es Bianca Hobusch weniger um die Darstellung der jeweiligen Kulturen, sondern mehr um Details, um atmosphärische Porträts von Raummodellen, die sich aus verschiedenen zeitlichen, kulturellen und religiösen Darstellungen entwickelt haben.
Bei der Eröffnung der Fotoausstellung am 22. August, 18 Uhr, wird Brigitte Bedei, Hamburg, einen einführenden Vortrag halten
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Kleine Hotels verbünden sich
Von Beate Kranz, erschienen am 11. Sep 2003 im Hamburger Abendblatt
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Übernachten in Hamburg - individuell: Kleine, gute Adressen werben gemeinsam. Und die Auslastung ist gestiegen.
Es vergeht in Hamburg kaum ein Monat, dass nicht ein neues Hotel
eröffnet wird. Für Aufmerksamkeit sorgen in der Regel die
Nobelherbergen. Doch in der Hansestadt gibt es nicht nur die großen
Häuser, sondern eine Vielzahl kleiner, guter Adressen. Zwölf solcher
Innenstadthotels um die Alster haben sich jetzt erstmals zu einem
gemeinsamen Auftritt im Internet entschlossen, um gegen die Marktmacht
er Großen ein Zeichen zu setzen: Unter der neuen Adresse
www.hamburg-kleinehotels.de werben sie um Gäste.
"Unsere Hotels sind etwas für Individualisten, die ein besonderes
Flair, etwas Unverwechselbares wünschen", beschreibt Katharina
Füllenbach (44), Inhaberin des Drei-Sterne-Hotels "Fresena" im
Dammtorpalais und Mitinitiatorin der Marketingoffensive. "Wir sind so
attraktiv wie die Großen - nur eben anders." Jedes der beteiligten
Hotels zeichne sich durch seinen eigenen Stil und Charme aus. "Bei uns
knarrt auch mal eine Diele, doch die Gäste finden dies sympathisch."
Statt Standardzimmer bieten die Hotels meistens individuell
eingerichtete Zimmer in ausgewählten Stadthäusern oder ehemaligen
Kontorhausetagen. Dabei gehe es freundlich und persönlich zu: "Bei uns
kümmern sich die Inhaber oft selbst um die Gäste. Frühstück gibt es
auf Wunsch gerne auch mal später."
Die meisten der kleinen Hotels haben zwischen sieben und 30 Zimmern.
Das Doppelzimmer mit Frühstück kostet im Schnitt um die 100 Euro, es
gibt auch welche für 60 oder 155 Euro. Das Hotel "Nippon" etwa ist
durch und durch japanisch gestaltet, das Hotel "Hanseatin" lässt nur
Frauen in seinen Betten schlafen, in den Hotels "Fresena" und
"Bellmoor" nächtigt man in prachtvollen ehemaligen Etagenwohnungen der
Jahrhundertwende.
Obwohl die Konkurrenz durch neue Häuser für alle Hoteliers immer
größer wird, sehen die Zukunftschancen gut aus. Hamburg konnte 2002
gegen den Bundestrend die Zahl seiner Übernachtungen um 6,5 Prozent
auf 5,1 Millionen erhöhen. "Im ersten Halbjahr legten die Hotels
weiter um 6,1 Prozent zu, während bundesweit ein Rückgang von einem
Prozent zu verzeichnen war", berichtet Börries von Kummer,
Marketingleiter der Hamburg Tourismus GmbH.
Ursache des Zuwachses sei die steigende Attraktivität der Hansestadt:
insbesondere die Musicalszene, Kultur und Shoppingangebote, aber auch
die guten Hotels und Restaurants locken viele an die Elbe. In Hamburg
gibt es 274 Hotels und Pensionen mit 33 765 Betten, 7,2 Prozent mehr
als im Vorjahr. Trotz der höheren Bettenzahl konnten die Hoteliers
ihre Auslastung von 47,5 Prozent im Vorjahr auf 48,1 Prozent erhöhen.
"Die Zahl der Übernachtungen wird in den nächsten Jahren weiter um je
vier Prozent zulegen", ist der Tourismusexperte von Kummer
optimistisch: "2005 werden wir sechs, 2008 sieben Millionen
Übernachtungen haben. Hier gibt es für Hoteliers gute Chancen - aber
sie müssen gut sein und Besonderes bieten."
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KZ-Drama: Die Töchter reden . . .
Von Andreas Burgmayer, erschienen am 9. Nov 2002 im Hamburger Abendblatt
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Annäherung. Die Tochter eines NS-Verbrechers traf in Hamburg die
Tochter von ehemaligen jüdischen KZ- Insassen .
Tzippi Kichler (56) kann sich an keine Nacht erinnern, in der ihre
Mutter Basha nicht schrie. Aus dem Schlaf gerissen von der Erinnerung:
Wie sie mit gesenktem Blick auf ein Paar spiegelblank gewichste
Stiefel starrt. Das Schnauben der Dogge Rolf und des
Schäferhundmischlings Alf an ihrem Ohr. Und dessen Herrchen,
Lagerkommandant Amon Göth, wie er ihr mit dem Ellbogen einen Stoß vor
den Kopf verpasst, damals in der Näherbaracke im Konzentrationslager
Plászow. "Bis zu ihrem Tod hatte sie das Bild vor Augen", sagt die
Tochter.
Jetzt sitzt Tzippi Kichler, Lehrerin aus Holon in Israel und Mutter
von drei Kindern, im Frühstücksraum des Hotels Fresena an der
Moorweidenstraße. Der Verein Yad-Ruth aus Reinbek hat der Jüdin einen
Wunsch erfüllt: Ein Treffen mit Monika Hertvig (57), geborene Göth -
der Tochter von Amon Göth, dem "Teufel von Plászow, spätestens seit
Schindlers Liste als einer der widerlichsten Sadisten des Nazi-Regimes
bekannt. Göth erschoss Gefangene aus Langeweile oder hetzte Rolf und
Alf auf sie und sah zu, wie die Hunde sie zerrissen.
Kichlers Eltern Basha und Leon überlebten diese Hölle. "Nun trifft ein
Kind von Überlebenden des Holocaust das Kind eines Nazi-Mörders", sagt
Tzippi Kichler aufgewühlt. Monika Hertvig, Mutter von zwei Kindern,
wirkt zerbrechlich. Eine große, schlaksige Frau mit volumiger
Lockenfrisur, die ihr Gesicht verdeckt. Ein freundliches Gesicht mit
traurigen Augen und harten Zügen. Ein Hinweis auf das schwere Leben,
das die 57-Jährige zu leben hat. Als Tochter des "Monsters".
Die beiden Frauen geben sich unsicher die Hand. Tzippi Kichler beginnt
gefasst zu erzählen. Die Sache mit der Mutter in der Näherbaracke. Wie
Leon Kichler, Kellner aus Krakau, unter Todesangst Eierlikör für Göths
Party brauen musste. "Viel mehr erfuhr ich nicht. Mein Vater schwieg
jahrelang. Die Mutter erzählte wenig und wurde dafür in Israel von
vielen für meschugge erklärt: Basha, so schlimm können die Deutschen
doch nicht gewesen sein", sagt Kichler.
So wächst sie auf und schämt sich für ihre Eltern. Weil die sich
zurückzogen, nicht für Israel in der Armee kämpften. Wie all die
Eltern der Schulfreunde. "Erst als ich andere Kinder von Überlebenden
traf, erkannte ich: Meine Eltern sind Helden. Weil sie ein normales
Leben führen und mir das Leben schenkten." Seit 32 Jahren betreibt
Tzippi Kichler ein Zentrum, in dem Schüler auf KZ-Überlebende treffen.
"Wir reden über Hass und was er aus Menschen macht. Und wir lehren die
Kinder zu lieben", sagt Kichler.
Monika Hertvig hört all dem ruhig zu. Horror-Geschichten über den
Vater, den sie nie kennen lernte, hat sie vielfach gehört. Doch bei
aller Gegensätzlichkeit gibt es Parallelen zwischen ihrer und Tzippi
Kichlers Kindheit. Etwa die "Zeit der Stille", als niemand reden
wollte. Der Vater, "der Göth", sei tot. Irgendwo in Russland gefallen,
sagte die Mutter Irene. Punkt, Aus. Nur wenn Monika bockig war, wütend
mit dem Fuß aufstampfte, da schimpfte die Mutter: "Du bist wie dein
Vater, und du wirst enden wie dein Vater!" Monika verstand nicht und
begann die Oma zu löchern. So erfuhr sie schließlich: "Aufgehängt
haben sie den Göth, weil er so viele Juden getötet hat."
Je mehr sie über "den Göth" erfuhr, desto mehr verabscheute sie ihre
Mutter, die "ihren Amon" liebte und verklärte. Das Beispiel der
Mutter, die 1983 Selbstmord beging, lehrte Monika, wie wichtig es ist,
nicht zu entschuldigen. Amon Göth als das zu sehen, was er war: ein
sadistischer Mörder. "Seit ich das so sehe, geht es mir besser", sagt
Monika Hertvig. "Was tun Sie, um künftige Generationen vor einem neuen
Amon Göth zu schützen?", fragt Tzippi Kichler schließlich. Monika
Hertvig entgegnet: "Ich gehe in Schulklassen, mache klar, dass alle
Menschen verschieden sind und jeder das Recht hat zu leben. Wir
brauchen Toleranz." Tzippi Kichler hat Respekt für den Mut dieser
Frau: "Wir haben etwas gemeinsam", sagt sie, und die Frauen geben sich
die Hand. Etwas länger als beim ersten Mal.
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Unternehmerin
bk, erschienen am 6. Sep 2003 im Hamburger Abendblatt
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Menschlich gesehen
Stillstand ist für sie ein Fremdwort, Flexibilität und Vielseitigkeit
liegen ihr dagegen im Blut. Katharina F ü l l e nb a c h (44),
Inhaberin des Hamburger Hotels Fresena im Dammtorpalais an der
Moorweidenstraße, studierte Politik, Philosophie und osteuropäische
Geschichte in Bonn, Genf und New York. Nach ihrem Examen arbeitete sie
für den Bundestag, leitete als Direktorin das Schauspiel Frankfurt,
war Marketing-Chefin für Oper und Ballett. 1999 zog die gebürtige
Bonnerin dann als Leiterin der Kroschke-Stiftung nach Hamburg.
"Alle Jobs haben mir Spaß gemacht", sagt die Unternehmerin. "Doch erst
seitdem ich mich selbstständig gemacht habe, bin ich beruflich richtig
glücklich." Und dies, obwohl die allein erziehende Mutter jeden Tag in
ihrem individuell gestalteten Hotel arbeitet, sich persönlich um ihre
Gäste kümmert. "Ich funktioniere am besten, wenn ich alles selbst
entscheiden kann."
Ihre Freizeit fällt aus ihrer Sicht "überschaubar" aus. Morgens bringt
sie ihre Tochter zur Schule, dann gehts ins Hotel. Nachmittags holt
Füllenbach ihre Magdalena (9) ab. "Dann unternehmen wir was Schönes
und machen Hausaufgaben." Den Abend reserviert sie sich möglichst für
sich, geht mindestens zweimal pro Woche ins Theater. Das
Schauspielhaus ist ihre Lieblingsbühne. Auch körperlich hält sie sich
fit - und joggt um die Alster.
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